Film Kunstkonzept

Am Anfang der digitalen Welt

Ende der 90er Jahre ist der Übergang von der analogen Fotografie zur digitalen Fotografie entstanden. Ich versuchte trotzdem, einen Gedanken zu entwickeln, doch mit dem Filmmaterial zu arbeiten – auf eine ganz andere Weise das Zelluloid als Reflexionsfläche für die Fotografie zu benutzen.

Es handelt sich hier gar nicht mehr um eine Absurdität wie es anfangs schien: aus der Inversion  der Idee, den entwickelten Film als Träger für meine neue Fotografien zu benutzen, hat sich ein Gesamtkunstkonzept entwickelt. Die ursprünglichen Fotografien und die Experimente, die ich Ende der 90er Jahre gemacht habe, sind bis jetzt noch nicht gezeigt worden. – Nicht nur, weil viele Nachahmer gerne vorgefertigte Ideen verwenden, sondern auch, weil ich als Erfinder dieser Vorstellung eine Zeit der Klärung gebraucht habe.
Es hat sich tatsächlich gezeigt, dass die Entwicklung des Projektes immer weiter geht. Und in diesem Stadium, in dem ich mich jetzt befinde, ist das Projekt reif zur Veröffentlichung.

Diese Art der Fotografie unterscheidet sich von der konventionellen Art der Fotografie durch die Qualität der Auflösung. Sie geht nicht davon aus, eine extreme Schärfe zu erzielen. Es geht hier darum, ein Produkt zu erschaffen, in dem die Grenzen des Bildes inexistent werden.
Das Filmmaterial ist selbst Konzept, also Teil der Gestaltung. Es wird die ganze Fläche des Materials verwendet. Die Perforierung des Filmes löst sich auf und formt sich um, wobei die höchste Schärfe den Inhalt konkretisiert.
So ist dieser Grundsatz Auslöser einer umfangreichen Vorstellung in einer intermedialen Welt.
Da ich schon immer intermedial gearbeitet habe, ist es ganz selbstverständlich, dass diese neue Konzeption die Ausdrucksformen Malerei, Objekt, Plastik, Projektionen etc. umfasst.
G.C

©gabrielconstantinescu_4Filme